Österreichische Diabetes Gesellschaft
 
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Stellungnahme der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) zu aktuellen Studien über ein möglicher Weise erhöhtes Krebsrisiko durch Lantus Insulin

PatientInnen mit Diabetes mellitus Typ 2 haben bekannter Weise ein erhöhtes Krebsrisiko. Langzeitinsulinanaloga stellen einen etablierten Bestandteil in der Behandlung des Diabetes mellitus dar. In der Zeitschrift Diabetologia wurden gestern vier Beobachtungsstudien über einen möglichen Zusammenhang zwischen der Verwendung des Langzeitinsulinanalogons Lantus und eines erhöhten Krebsrisikos publiziert. Die Resultate dieser Studien sind uneinheitlich. In einer deutschen Beobachtungsstudie fand sich unter ausschließlicher Gabe von Lantus im Vergleich zu Humaninsulin ein erhöhtes Krebsrisiko bei PatientInnen mit Diabetes mellitus Typ 2. Daten aus einem schottischen und einem schwedischen Register zeigten diesen Zusammenhang für die Entwicklung von Brustkrebs. Im Gegensatz zu diesen Ergebnissen fand sich in einer britischen Beobachtung kein erhöhtes Krebsrisiko bei der Verwendung von Lantus. Diese einander teilweise widersprechenden Ergebnisse müssen in Anbetracht der auch von den Autoren erwähnten methodologischen Probleme, wie sie Observationsstudien eigen sind, mit Vorsicht interpretiert werden. Auf Grund der vorliegenden Daten kann ein Zusammenhang zwischen der Verabreichung von Lantus und einem erhöhten Krebsrisiko weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Um eine gültige Aussage treffen zu können, sind jedoch weitere Analysen und Untersuchungen, welche derzeit durchgeführt werden, notwendig. Bis zum Vorliegen dieser Daten empfiehlt die Österreichische Diabetes Gesellschaft wie auch andere internationale Fachgesellschaften, eine laufende Insulintherapie mit Lantus nicht zu unterbrechen, sondern im Fall der Beunruhigung mit ihrem betreuenden Arzt Rücksprache zu halten.

Eine ausführlichere Stellungnahme, welche sich an ÄrztInnen wendet, finden Sie auf der Homepage der Deutschen Diabetes Gesellschaft: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/news/Glargin_Juni_2009.php
sowie der Homepage der EMEA (European Medicines Agency) unter: http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/Lantus/40847409en.pdf

37. Jahrstagung der ÖDG
Deadline für die Abstracteinreichung: 8. Juli 2009!

19.-21. November 2009
Tagungsort: Salzburg Congress
Thema: „Management des Diabetes und seiner Komplikationen – eine Standortbestimmung“
>> Vorprogramm (PDF 2,5MB)
>> Online Abstract Einreichung
>> Abstracteinreichung - Formale Kriterien (PDF 126KB)
>> Anmeldeformular (PDF 136KB)
>> Online Anmeldung

Presseinformation:
Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) präsentiert neueste Studien zu glykämischer Kontrolle

Neue Studienergebnisse entkräften Panikmache in der Diabetesbehandlung
Wien. Die ÖDG präsentierte heute, Donnerstag, den 25. Juni, bei einer Pressekonferenz im Haus der Musik neueste internationale Studien, die die Wichtigkeit der glykämischen Kontrolle bei Typ 2 Diabetes dokumentieren. Die ACCORD, VADT und ADVANCE Studie untersuchten prospektiv den Effekt einer strikten glykämischen

(C) fotodienst/Anna Rauchenberger
Kontrolle auf die Entwicklung von makrovaskulären Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und daraus eventuell resultieren-dem Tod.
Dazu informierten Ao. Univ. Prof. Dr. Bernhard Ludvik (Präsident der ÖDG) , Prim. Univ-Prof. Dr. Monika Lechleitner (Past-Präsidentin der ÖDG) und Univ.-Doz. Dr. Raimund Weitgasser (Vizepräsident der ÖDG).
...
>> Presseinformation (PDF - 27KB)
>> Kurzinfo zu den Studien (PDF - 29KB)>> Online Anmeldung



Presseinformation: Wien, 2. Juni 2009
Passives Rauchen verursacht 4-fach erhöhte Diabetesgefährdung
Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) spricht sich für ein generelles
Rauchverbot im öffentlichen Bereich aus
>> PDF (39KB)

Bundesqualitätsleitlinie gemäß Bundesgesetz zur Qualität von Gesundheitsleistungen
Disease Management Programm für Diabetes mellitus Typ 2
>> Link

24. Internationales Donausymposium
Zentraleuropäischer Diabeteskongreß 2009

Salzburg, Österreich: 2.-4. Juli 2009

Tagungspräsident: Univ.-Doz. Dr. Raimund Weitgasser, Salzburg
>> Hauptprogramm (PDF - 1,6 MB)
>> Programmänderungen (Word.doc - 21 KB)
>> Einladung zum Gesellschaftabend (Word.doc - 777 KB)
>> www.fid2009.org

ÖDG-FORSCHUNGSFÖRDERUNG 2009
Die Österreichische Diabetes Gesellschaft freut sich, im Jahr 2009 ein Projekt aus dem Bereich der Grundlagenforschung mit 35.000,– € zu unterstützen.
Das Projekt muss an einer österreichischen Forschungseinrichtung durchgeführt werden. Teilnahmeberechtigt sind WissenschafterInnen aus dem deutschsprachigen Raum, in erster Linie aus dem Gebiet der Humanmedizin.
Abteilungsleiter und Klinikvorstände sind von der Einreichung ausgeschlossen.
Die Projekte müssen in englischer Sprache gemäß den Richtlinien des FWF abgefasst werden. Eine Teilfinanzierung ist möglich, muss aber detailliert dargestellt werden und sollte auch gesichert sein.
>> weiterlesen ...

LANGERHANSPREIS DER ÖDG 2009
Die Österreichische Diabetes Gesellschaft freut sich, im Jahr 2009 erstmals den Langerhans-Preis der ÖDG, der mit 10.000,- € dotiert ist, zu vergeben.
Der Preis wird an eine(n) junge(n) Wissenschafter(in), der/die an einer österreichischen Forschungsstätte tätig ist, verliehen. Die Auszeichnung würdigt die in den letzten fünf Jahren publizierten oder zur Publikation angenommen Arbeiten aus dem Bereich der Diabetologie. Die Manuskripte können dabei aus dem theoretischen wie auch dem klinisch-diabetologischen Bereich kommen.
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11. International FIT- Training Workshop
for Physicians and Diabetes Counsellors on Functional Insulin Therapy (FIT) and Outpatient Modular Training System for Best Benchmarking Outcomes
Friday, October 2nd 2009, 5 p.m. until Sunday, October 4th 2009, 2 p.m.
Venue: Medical University of Vienna, AKH General Hospital
>> Details zum Programm und zu den Anmeldeformalitäten (PDF - KB 101KB)

Editorial: Ao.Univ.Prof. Dr. Bernhard Ludvik
Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) ist die ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen Diabetes-ExpertInnen, mit der zentralen Aufgabe, die Forschung und den wissenschaftlichen Austausch aller auf dem Gebiet der Diabetologie tätigen ForscherInnen und ÄrztInnen zu fördern und eine den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechende Betreuung der DiabetikerInnen in Österreich sicherzustellen. Wir sind bemüht, als Mittlerin zwischen den betreuenden Fachkräften und den Patienten zu fungieren.
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